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  • zwischenlicht.

    zwischenlicht.

    Es ist eine Weile her dass ich hier ein Lebenszeichen von mir gegeben habe, dabei ist so viel passiert. Es ist nahezu Mitte des Jahres und endlich an der Zeit für ein Update. Nimm dir was zu trinken, zünde eine Zigarette an (oder beides) und lass uns reden.

    Kennst du dieses Gefühl, wenn du gerade voll in Bewegung bist, alles läuft wie es soll und plötzlich gibt’s eine richtig ekelhaft harte Vollbremsung? Durch diese Erschütterung will auch erst einmal nichts mehr funktionieren wie es soll, so sehr du auch versuchst dich an die neuen Gegebenheiten anzupassen. Es braucht Zeit bis das wieder heilt.

    nach hause und zurück.

    Griechenland 2025: Thessaloniki, Panorama. Ich hatte Immobilien rausgesucht, die Deutsche Schule ausfindig gemacht, potenzielle Arbeitgeber und Geschäftspartner. Das war kein Traum sondern ein Plan. Und dann standen wir vor der Deutschen Schule und sie sah aus wie ein Hochsicherheitsgefängnis mit Stacheldraht. In der Nähe ein Praktiker. Geil. Kurzfassung: Nein. Da will keiner von uns hin. Traum geplatzt oder zumindest der Weg dorthin.

    Zurück in Deutschland habe ich das getan, was ich mir 2023 geschworen hatte nie wieder zu tun: Für eine Scheißagentur gearbeitet, die sich für den Nabel der Welt hält. Agil. Dynamisch. Hängengeblieben Junggeblieben. Die höfliche Umschreibung für Hochmut mit Obstkorb. Vier Wochen und raus.

    Was danach kam war keine bewusste Entscheidung sondern eine Reaktion. Ich habe mich notgedrungen in die Scheiße geritten: In einen Job als Testfahrer bei einer Firma, die Menschen frisst. Täglich neue Leute rein, pünktlich zur Probezeit wieder raus. Ich habe in vierzig Jahren auf diesem Planeten noch keinen Betrieb gesehen oder von gehört, der Fluktuation als Geschäftsmodell betreibt. Ich hatte Glück dass ich da wieder von allein rausgekommen bin.

    absturz. freier fall.

    Direkt danach kam das was oft nach Enttäuschungen kommt: Gleichgültigkeit. Plötzlich war mir alles egal. Ich konnte nicht verkraften dass es das gewesen sein soll. Ein Leben lang dieses Ziel vor Augen: Griechenland, Freiheit, ein Leben das sich nach mir anfühlt und kurz vor Schluss wird’s Scheiße? Was soll noch kommen?

    Der einzige echte Vorteil dieser Zeit: Stille. Viele Gedanken, keine Ablenkung, keine Kamera, keine Kreativität, keine Reibung. Irgendwann hörst du auf nach dem nächsten Schritt zu suchen und fängst an die eigentliche Frage zu stellen. Nicht was geht. Nicht was Sinn macht. Sondern: Was willst du wirklich?

    Die Antwort lag auf der Hand. Seit Jahren sogar.

    das bin ich.

    Es gibt Verbindungen die schwer in Worte zu fassen sind. Mit IHRE AUTOWERKSTATT Frederikspark verbindet mich mehr als Arbeit: Wir kennen uns seit Jahren, schätzen uns, mögen uns. Das ist nicht selbstverständlich.

    Diesen Traum habe ich mir tausendmal vorgestellt, ausgemalt, durchgespielt, immer wieder weggelegt und immer wieder rausgeholt. Irgendwann habe ich einfach zum Hörer gegriffen, Gedanken ausgesprochen und mein Herz auf den Tisch gelegt.

    Die Rückmeldung war durchaus positiv und es folgten viele Gespräche über Details und Möglichkeiten. Das hat sich gefühlt über eine Ewigkeit zogen, doch es lohnte sich. Irgendwann habe ich mich dann ganz anständig initiativ beworben und schließlich kam der lang ersehnte Anruf: „Es ist soweit, lass starten!“.

    Berlin war der Abschluss. WM Werkstattmesse. Kein Vorstellungsgespräch im konventionellen Sinne, kein Pitch, kein gegenseitiges Abtasten. Ein Gespräch zwischen Menschen die sich kennen und schätzen. In diesem Gespräch wurde klarer als je zuvor dass wir noch besser zusammenpassen als ohnehin schon erwartet, vermutet und gewusst. Autos. Fotografie. Videografie. Liebe zum Handwerk und Kunst. Kommunikation auf Augenhöhe mit dem Herzen auf der Zunge. Dasselbe Feuer, verschiedene Hände. Das klingt nicht nur nach mir, das bin ich. Mein Titel lautet nun ganz offiziell „Leitung Marketing & Kommunikation“ und ich arbeite ganz offiziell am anderen Ende Deutschlands.

    was kommt.

    Es wird viel Content geben, mehr als je zuvor und diesmal mit echtem Rückenwind. Der „Auto-Moe“ von „damals“ wird realer denn je, weit über den Job hinaus. Ein Podcast-Projekt ist in Arbeit, der erste Pilot wird bald aufgenommen. Nein, kein weiterer Fotografie-Podcast, keine Angst. Mehr möchte ich im Moment aber noch nicht verraten. Print-Produkte meiner Arbeit wird es auch endlich geben.

    Und dann ist da noch etwas das gerade in den Startlöchern steht: Vier Räder, ein großes Dach und viel Raum für die ganze Familie. Neue Abenteuer die es so noch nicht gab und trotzdem zu 100% ich wir. Außerdem durchquere ich einmal im Monat alleine die Republik und fahre in der Regel immer mit einem anderen Auto von Pfullingen nach Norderstedt bei Hamburg. 800km die ganz interessant sein können – zumindest mache ich sie interessant.

    zum schluss.

    Nach außen sieht das alles nach großer Veränderung aus, ist es aber nicht. Ich trainiere wieder ordentlich, ich arbeite an mir und ich habe mich sehr beruhigt. Ich atme wieder und arbeite an Dingen die mich wirklich interessieren und obwohl ich hier sonst meistens nur schreibe wenn es brennt: mir geht es gut. Sehr gut sogar. Das wollte ich mal sagen.

    Und für alle die gerade in der Stille sitzen und nicht wissen was als nächstes kommt: Wenn du weißt was du willst und du weißt dass es existiert: Hör auf darauf zu warten dass es zu dir kommt. Nur echtes Feuer kann brennen, nimm es selbst in die Hand und werde aktiv, es lohnt sich, das verspreche ich dir.

    PS: Halt’s Maul mit Rechtschreibfehlern und grammatikalischer Klugscheißerei, es interessiert mich nicht wie du das schreiben würdest. Danke dass du mir damit nicht auf den Zeiger gehst.